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Politiker und das Waffenrecht - Eingeknickt vor Schießvereinen?

Jetzt wollen die politisch Verantwortlchen es also wagen, mit Bezug zu den Amokläufen der letzten Jahre (Erfurt, Emsdetten, Winnenden) das Waffenrecht zu ändern. Allerdings: Wirklich gut beraten scheinen sie nicht zu sein. Erst wollen sie das Farbkugelgeballere (Paintball) verbieten. Jetzt eventuell wieder doch nicht, aber die Leute sollen dann während des Spiels kein militärisches Outfit mehr tragen dürfen (Dieter Wiefelspütz, SPD, auf NDR-Info).

Deswegen sollten die Großkoalitionäre doch bitte als nächstes das "Räuber und Gendarm"-Spiel der Vierjährigen unter Strafe stellen. Auch das weit verbreitete simulierte Töten im Kindergarten mittels Zeigefinger ist schnellstmöglich einzudämmen... Und Fechten? Wie lange darf das noch olympische Sportart sein? Oder gar Sportförderung bekommen?

Nebenbei ist auch der Bund Deutscher Kriminalbeamter nicht wirklich begeistert von den Vorschlägen der Regierungsparteien. Insbesondere die leicht umzusetzende und sinnvolle Maßnahme, Waffen und Munition räumlich streng voneinander zu trennen, kommt in den Plänen von CDU und SPD nicht vor. Stattdessen sollen Waffenbesitzer zu Hause besucht werden, um zu gucken, dass alles am rechten Platz steht.

Viel Spass dabei. Und die Lobby der Schützenvereine klopft sich auf die Schenkel: Ein Verbot großkalibriger Waffen? Fehlanzeige. Stattdessen wieder nur die wilde Antäuschung von Politik, symbolische Handlungen, viel Tamtam, keine Substanz.

Fazit: Mangelnder politischer Wille, fehlender Mut, verflochtene Interessen - und all das, weil einige Abgeordnete selber Mitglieder ihrer lokalen Schießvereine sind? Oder gibt es eine andere Erklärung für soviel Stümperhaftigkeit?

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